Medikamentöse Behandlung

Für die medikamentöse Behandlung des diabetischen Makulaödems werden die Medikamente nach örtlicher Betäubung direkt in das betroffene Auge injiziert. Man nennt dies auch „intravitreale operative Medikamenteneingabe“ oder kurz IVOM. Ein Eingriff dauert nur wenige Minuten und wird in der Regel ambulant durchgeführt, das heißt, man kann die Praxis oder Klinik kurze Zeit nach dem Eingriff verlassen. Viele dieser Medikamente zielen auf die Hemmung des körpereigenen Botenstoffs VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor, vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor), der bei der Entwicklung der DMÖ eine Rolle spielt.

Behandlung mit Kortikosteroiden beim chronischen DMÖ: Schematische Darstellung der intravitrealen Injektion
Behandlung mit Kortikosteroiden beim chronischen DMÖ: Schematische Darstellung der intravitrealen Injektion

Behandlung mit Kortikosteroiden beim chronischen DMÖ

Ist ein diabetisches Makulaödem bereits fortgeschritten oder chronisch, so kommt es vor, dass es nicht mehr auf die gängigen Therapieformen wie Laser oder Anti-VGEF Behandlung anspricht.

Kortikosteroide wirken entzündungshemmend und werden in vielen Bereichen in der Medizin eingesetzt. Sie blockieren ebenfalls den Botenstoff VEGF. So kommt es bei der Anwendung von intravitrealen Kortikosteroiden bei DMÖ-Patienten zur Verringerung der Entzündungsreaktionen im Auge und zur verringerten Flüssigkeitsfreisetzung. Beides trägt dazu bei, dass die Beschwerden deutlich abklingen und sich die Sehkraft wieder bessert.

Eine jüngere zugelassene Therapie beim chronischen DMÖ, das auf andere verfügbare Therapien wie z. B. Anti-VEGF nur unzureichend anspricht, besteht aus einem Mikroimplantat, das ein spezielles Kortikosteroid über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren kontinuierlich freisetzt und seine Wirkung entfaltet. Hierbei ist nur eine intravitreale Injektion notwendig.

Unabhängig von der gewählten Therapie sind regelmäßige Nachkontrollen beim Augenarzt notwendig.